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Einjährige BFS Elektrotechnik

Informationen der Einjährigen Berufsfachschule Elektrotechnik


Informationen zum Bildungsgang

Wer keine Scheu vor dem selbständigen Arbeiten hat, wer sich für elektrotechnische Installationen, elektrische Geräte und elektronische Schaltungen begeistern kann, der ist in diesem Bildungsgang genau richtig.

Wer einen guten Hauptschulabschluss oder besser noch einen Realschulabschluss mitbringt, besitzt gute Voraussetzungen, um mit den erlernten elektrotechnischen Grundlagen, in diesem Berufsfeld vielleicht später einmal einen Beruf zu ergreifen.

Der Unterricht des einjährigen Bildungsganges erfolgt in Vollzeitform. Während des Schuljahres wird eine praktische Ausbildung von mind. 160 Stunden Umfang in geeigneten Betrieben durchgeführt.

Ausbildungsziel

Die Ausbildung in der einjährigen Berufsfachschule Elektrotechnik vermittelt Grundlagen der theoretischen und praktischen Berufsausbildung für alle Berufe in diesem Berufsfeld.

 Der Besuch der Berufsfachschule Elektrotechnik gilt als Grundstufe (1. Ausbildungsjahr) in folgenden Berufen:

  • Elektroniker/in für Betriebstechnik,
  • Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik,
  • Elektroniker/in für Geräte und Systeme,
  • Elektroniker/in für Informations- und Telekommunikationstechnik

Aufnahmevoraussetzungen

Schülerin in der Elektrowerkstatt

Generell sollte jede Schülerin und jeder Schüler Spaß und Interesse an technischen Zusammenhängen für diesen Bildungsgang der Elektrotechnik mitbringen.

Wer keine Scheu vor dem selbständigen Arbeiten hat, sich für technische Installationen, Geräte und Schaltungen begeistern kann, und vielleicht später einmal in diesem Berufsfeld einen Beruf ergreifen möchte, der ist in diesem Bildungsgang genau richtig.

In die Einjährige Berufsfachschule Elektro-technik kann aufgenommen werden, wer mindestens den Hauptschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Abschluss nachweisen kann.

Bei einer Nichteignung kann innerhalb der ersten sechs Unterrichtswochen eine Überweisung in die Berufseinstiegsklasse erfolgen.

Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss sollten vor Beginn der Ausbildung ein Gespräch mit einem Beratungslehrer der BBS Ammerland vereinbaren.

In der Berufsfachschule Elektrotechnik werden die gleichen Inhalte vermittelt wie im ersten Ausbildungsjahr. Als Vorbildung ist daher der "Sekundarabschluss I – Realschulabschluss" empfehlenswert, aufgrund der Anforderungen insbesondere im Bereich der Mathematik.

 Die Anzahl der Ausbildungsplätze ist auf 24 begrenzt. Sind mehr Bewerberinnen und Bewerber als Plätze vorhanden, findet ein Auswahlverfahren statt.

Ausbildungsform/Inhalte

Alle Inhalte, die in der Berufsfachschule Elektrotechnik vermittelt werden, bilden die Grundlage für alle elektrotechnischen Berufe des ersten Ausbildungsjahres.

Zu den Inhalten, die an der BBS-Ammerland in der Berufsfachschule Elektrotechnik vermittelt werden, gehören der fachgerechte Umgang mit Einzeladern, Kabel und Leitungen, das Installieren von NYM - Leitungen, in der Auf- und Unterputzverdrahtung mit handelsüblichen Bauteilen, sowie die fachgerechte Installation von Ausschaltungen, Serienschaltungen, Wechselschaltungen, Sparwechselschaltungen, Kreuzschaltungen und Stromstoßschaltungen.

Darüber hinaus schließen die Schüler Fehlerstromschutzschalter (RCD) und Leitungsschutzschalter an, verdrahten Abzweigdosen und Steckdosen und zeichnen Stromlaufpläne auch mit Elektro-CAD Programmen.

Grundschaltungen der Elektronik, wie z.B. die Reihen- und Parallelschaltung von elektronischen Bauteilen, werden auf selbst gefertigten Platinen gelötet und getestet. Dabei müssen Spannungen und Ströme mit Digitalmultimetern, im Rahmen kleinerer Projekte, gemessen werden.

Im zweiten Halbjahr folgen dann steuerungstechnische Aufgaben, die mit der modernen Kleinsteuerung LOGO! realisiert werden müssen. Es folgen Projekte mit dem Errichten von kompletten Satelliten- und DVBT-Empfangsanlagen, sowie das Einrichten von digitalen und analogen Telefonanlagen. Neben diesen Kommunikations-geräten werden auch PC’s in einem daten-technischen Netzwerk aufgebaut und vernetzt.

Für den betrieblichen Bezug zu den Handwerksbetrieben und einer möglichen Ausbildungsstelle, dienen zwei 14-tägige Praktika in den Elektro-Betrieben im Ammerland, die die Schüler verpflichtend ableisten müssen. Bei einem erfolgreichen Besuch dieser einjährigen Schulform und der Praktika ist der Schüler berechtigt, direkt in das zweite Ausbildungsjahr einzusteigen.

 

Stundentafel

Die gültige Stundentafel geht von insgesamt 36 Wochenstunden aus.

Unterrichtsfächer Gesamt
Berufsübergreifender Lernbereich  
- Deutsch / Kommunikation  
- Fremdsprache / Kommunikation  
- Politik  
- Sport  
- Religion  
Insgesamt: 9 Std.
   
Berufsbezogener Lernbereich - Theorie  
- Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktionen prüfen  
- Elektrische Installationen planen und ausführen  
- Steuerungen analysieren und anpassen  
- Informationstechnische Systeme bereitstellen  
Insgesamt: 9 Std.
   
Berufsbezogener Lernbereich - Praxis  
- Elektrotechnische Geräte herstellen und in Stand setzen  
- Elektrische Installationen planen und ausführen  
- Steuerungen realisieren und ändern  
- Informationstechnische Systeme aufbauen und in Betrieb nehmen  
Insgesamt: 18 Std.
   
Gesamtstunden: 36 Std.

Abschlüsse und Berechtigungen

Bei Vorliegen eines Realschulabschlusses zu Beginn der Ausbildung kann unter bestimmten Bedingungen der erweiterte Sekundarabschluss I erworben werden. Entsprechende Kurse mit erhöhten Anforderungen werden wenn möglich angeboten.

Bei erfolgreichem Besuch kann das Schuljahr auf die Dauer einer Berufsausbildung angerechnet werden und berechtigt dann zum Eintritt in die erste Fachstufe (2. Ausbildungsjahr) der unter Ausbildungsziel genannten Berufe.

Zudem ist bei erfolgreichem Besuch mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 die Aufnahme in die Klasse 2 der zweijährigen Berufsfachschule - Technik möglich.

Die Ausbildung schließt mit einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung ab.

Weitere Hinweise

Der Großteil der erforderlichen Lernmittel kann gegen ein Entgelt von der Schule entliehen werden. Darüber hinaus entstehen Kosten für die Beschaffung von Arbeitskleidung, Schreib- und Zeichenbedarf, Taschenrechner und Lektüre.

Die Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel können unter bestimmten Bedingungen auf Antrag erstattet werden.

Ansprechpartner

Oberstudienrat Ralf Helbig

+49 4403 9798 0
+49 4403 9798 100

Ansprechpartner

Lehrer für Fachpraxis Rolf Schütte

+49 4403 9798 0
+49 4403 9798 100


Weiterführende Informationen

Nachfolgend befinden sich verschiedene die Schulform betreffende Dateien (u.a.) in Form von PDFs und Links zu relevanten Webseiten.

Anmeldung

Die Anmeldung muss bis zum 20. Februar mit den folgenden Unterlagen erfolgen:

  • Anmeldeformular
  • Lebenslauf
  • beglaubigte Kopie des letzten Schulabschluss-Zeugnisses
  • Unter 18 Jahren: Gesundheitsbescheinigung Jugendarbeitsschutz
  • Über 18 Jahren: Gesundheitsbescheinigung vom Hausarzt über die Eignung des angestrebten Berufes
Praktikum

Praktische Ausbildung im Betrieb

Die Schülerinnen und Schüler erwartet in der Berufsfachschule Elektrotechnik ein vielfältiges Angebot mit fachtheoretischen und fachpraktischen Inhalten. Dieses schulische Angebot ersetzt jedoch nicht die persönliche Erfahrung in einem Betrieb.

Aus diesem Grund wird von den Schülerinnen und Schülern eine „Praktische Ausbildung“ mit einer Dauer von mindestens 160 Stunden in geeigneten Betrieben durchgeführt.

Die „Praktische Ausbildung“ wird im Schuljahr 2017/18 wieder wöchentlich - jeweils Mittwochs - durchgeführt. Das bedeutet, dass sich die Schüler einen oder zwei Betrieb(e) suchen müssen, in dem sie ihre "Praktische Ausbildung" absolvieren.

Vor dem Antreten der "Praktischen Ausbildung" muss die Vereinbarung über eine "Praktische Ausbildung" - in einem Betrieb der Fachrichtung Elektrotechnik - in der Schule vorliegen. Des Weiteren muss ein schriftlicher Nachweis über die Tätigkeiten während der "Praktischen Ausbildung" von dem Schüler erstellt und in der Schule abgegeben werden.

Darüber hinaus wird die „Praktische Ausbildung“ von den Betrieben bewertet und die Bewertung in das Abschlusszeugnis übernommen.

Unter Downloads stehen alle notwendigen Vordrucke als PDF-Dokumente zum "Herunterladen" bereit.

Die „Praktische Ausbildung“ ist durch die Änderung in der Verordnung der Berufsbildenden Schulen (BbsVO) eine verpflichtende Maßnahme. Damit soll den Schülerinnen und Schülern geholfen werden, sich nicht mit falschen Vorstellungen und Erwartungen in ein Berufsfeld zu begeben und dort frustriert „Schiffbruch“ zu erleiden.

Während der "Praktischen Ausbildung" sind die Schüler über die Schule versichert.

Adressen für ein betriebliches Praktikum finden sich z.B. in den „Gelben Seiten“ oder auf den Internetseiten der umliegende Landkreise und Städte, z.B. „Kreishandwerkerschaft Ammerland“, „Kreishand-werkerschaft Friesland“ und „Kreishandwerkerschaft Oldenburg“.

Details zu den Lernfeldern
Elektrische Geräte herstellen und in Stand setzen

LF 1 - Grundlagen der Elektrotechnik

Die Schüler sollten am Ende des Schuljahres …

  •  elektrische Grundgrößen, wie Stromstärke, Spannung, Widerstand, Leistung und Energie richtig unterscheiden und zuordnen können,
  • ein Digital-Multimeter richtig bedienen und damit messen können,
  • den Unterschied zwischen einer Reihen- und Parallelschaltung kennen,
  • Möglichkeiten der Spannungserzeugung beschreiben können,
  • die 5 Sicherheitsregeln kennen,
  • den Umgang mit dem Lötkolben und der Entlötpumpe kennen,
  • Leiterplatten bestücken und Bauteile verlöten können.

 

Elektronische Bauteile
Elektrische Installationen planen und ausführen

LF 2 - Elektrische Installationstechnik

Die Schüler sollten am Ende des Schuljahres …

  • den Umgang mit Zangen, Abisolierwerkzeug, Press- und Crimpwerkzeug kennen,
  • das Abmanteln und Abisolieren von NYM – Leitungen beherrschen,
  • eine Schuko- und CEE-Steckdose richtig anschließen können,
  • eine Abzweigdose richtig verdrahten können,
  • eine Ausschaltung, Serienschaltung, Wechselschaltung, Sparwechselschaltung, Kreuzschaltung und Stromstoßschaltung aufbauen können,
  • elektrische Stromlaufpläne als Übersichtsplan und Installationsplan lesen und zeichnen können,
  • elektrische Grundschaltungen in zusammenhängender und aufgelöster Darstellung lesen und zeichnen können,
  • Beleuchtungsmittel und Bewegungsmelder anschließen können
Elektrische Verteilung
Steuerungen realisieren und ändern

LF 3 - Steuerungstechnik

Die Schüler sollten am Ende des Schuljahres …

  • den Unterschied zwischen Relais und Schütz beschreiben können,
  • die Bedeutung von einem Steuer- und einem Hauptstromkreis kennen,
  • die Verdrahtung auf Reihenanschlussklemmen ausführen können,
  • eine Schützschaltungen für den Tipp-Betrieb und die Selbsthaltung aufbauen können,
  • Schaltungen zur Verriegelung von Schützschaltungen kennen,
  • elektrische Stromlaufpläne in aufgelöster Darstellung lesen und zeichnen können,
  • Grundschaltungen (UND, ODER, NICHT) der Digitaltechnik kennen,
  • den Umgang mit der Kleinsteuerung LOGO! kennen,
  • Programme für die LOGO! erstellen und an elektrischen Maschinen testen können.
Steuerung mit LOGO
Informationstechnische Systeme aufbauen und in Betrieb nehmen

LF 4 - Informationstechnik

Die Schüler sollten am Ende des Schuljahres …

  • die Bestandteile eines PC beschreiben und deren Funktion erläutern können,
  • den Umgang und das Installieren von Software und Betriebssystemen können,
  • eine Telefonanlage (Analog und ISDN) einrichten können,
  • ein einfaches lokales Netzwerk einrichten können,
  • und Präsentationstechniken beherrschen.
Werkzeuge für die Netzwerktechnik
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