Begegnungen für den Frieden
Im Rahmen des Projekts „Begegnungen für den Frieden – Erinnern für die Zukunft“ wurde eine wichtige Initiative zur Erinnerung an die Opfer eines verheerenden Luftangriffs auf eine Schule in Delmenhorst im Jahr 1943 umgesetzt.
Weil das ursprüngliche Pilotprojekt „Begegnungen für den Frieden“ aus finanziellen Gründen nicht wie geplant durchgeführt werden konnte, entstand in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Oldenburg, der Wilhelm-von-der-Heyder Oberschule, dem Friedhof Bungerhof und der Klasse BI-TVM-1A ein alternatives Projekt.
Hintergrund des Projekts: Die Klasse BI-TVM-1A, eine Berufseinstiegsklasse, hatte bisher nur begrenzten Zugang zu den Themen „Auswirkungen eines Krieges auf die Menschen“. Im Rahmen dieses Projekts wurde den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, sich mit der Geschichte und den persönlichen Schicksalen der Opfer des Luftangriffs auseinanderzusetzen. Insgesamt 29 Menschen, darunter 20 Kinder, verloren am 13. Oktober 1943 ihr Leben, als die Schule bombardiert wurde. Diese tragischen Geschichten wurden für die Schülerinnen und Schüler greifbar und ließen die Erinnerung lebendig werden.
Das Projekt umfasste drei Besuche auf dem Friedhof Bungerhof:
- Erster Besuch: Information über den Luftangriff und die Opfer.
- Zweiter Besuch: Aufbau der Erinnerungstafel, die die Schicksale der Kinder dokumentiert.
- Dritter Besuch: Einweihung der Tafel
Die Schülerinnen und Schüler der BI-TVM-1A waren aktiv am Bau des Metallgestells für die Geschichts- und Erinnerungstafel beteiligt. Diese Tafel soll nicht nur an die Opfer erinnern, sondern auch eine Mahnung an die heutige Generation sein: Nie wieder Krieg!
Durch die Teilnahme an diesem Projekt wurden verschiedene Ziele erreicht und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert:
- Historisches Bewusstsein: Verständnis für die Auswirkungen von Krieg und Gewalt auf das Leben von Menschen.
- Soziale Kompetenzen: Teamarbeit und Zusammenarbeit beim Bau des Gestells und bei der Gestaltung der Tafel.
- Kritisches Denken: Auseinandersetzung mit der Geschichte und Reflexion über die Bedeutung von Frieden und Demokratie.
- Empathie: Einfühlungsvermögen in die Schicksale der Opfer und deren Familien.
- Engagement: Förderung des Verantwortungsbewusstseins gegenüber der Gesellschaft und der Geschichte.
Das gesamte Projekt wurde in enger Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Oldenburg, sowie der Wilhelm-von-der-Heyder-Oberschule in Delmenhorst, realisiert. Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein der BBS Ammerland für die Unterstützung, die es der Klasse BI-TVM-1A ermöglichte, dieses bedeutende Projekt umzusetzen.
Durch solche Initiativen wird nicht nur die Erinnerung an die Vergangenheit wachgehalten, sondern auch die Basis für eine friedliche und demokratische Zukunft gelegt. Dies erzeugt positive Strahlkraft für die Schulgemeinschaft und darüber hinaus.
